QUEDLINBURG/MZ. Brüche im persönlichen Leben, gespeist aus Krankheit und zeitweiliger Hoffnungslosigkeit - sie können umschlagen in etwas Positives, Lebensbejahendes. Die neue Ausstellung des Malers Bernd W. Papke im Quedlinburger Kunsthoken erzählt davon. Schon zur Vernissage fand die Schau unter dem Titel "Gefundenes" viele Besucher, bis zum 20. Dezember ist sie noch zu sehen.
Das Auge des Betrachters badet zunächst in Blau- und Brauntönen. Ohne Zweifel stellen die Arbeiten Küstenlandschaften dar, doch der Künstler arbeitet abstrakt, der Schauende muss das Bild im Kopf fertigstellen. Bewusst hält der Maler die Darstellung in einem interessanten Schwebezustand. Auf anderen Bildern kommt der Mensch hinzu, augenscheinlich der Künstler selbst, der Durchbrüche wagt, sich manchmal ducken muss, aber schließlich aufrecht das Meer schauen kann. |
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Ein Wald voller Wolkenkratzer
Bernd Papke stellt in Alter Kirche aus
Von Andreas Bürkner
Bad Suderode/MZ. Was zieht viele Besucher zur Eröffnung einer Ausstellung - das Interesse am Künstler selbst und seinem Bekanntheitsgrad oder die Erwartungen an seine Werke? Die Antwort darauf war beim Start der Schau von Bernd W. Papke in der Alten Kirche in Bad Suderode nicht einfach. Als feinsinniger Plauderer zur Entstehung seiner Bilder überzeugte der 47-Jährige aus Rieder ebenso wie mit den ausgestellten Werken aus drei unterschiedlichen Phasen seines Schaffens.
"Am Rand der Bruchscholle des Harzes aufgewachsen", wie Laudator Bernd Schobeß aus dem Katalogtext von Norbert Eisold zur Schau "Unendlichkeitszeichen" in der Lyonel-Feininger-Galerie 2004 zitierte, hatte sich Papke erst spät für die Kunst entschieden. Nach Schule und Ausbildung arbeitete er trotz Interesses fürs Zeichnen als Werkzeugmacher in Harzgerode, bis er vor knapp 20 Jahren feststellte: "Das kann es doch nicht gewesen sein."
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